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4. Das Rätsel der zeremoniellen gegenseitigen Gabe"

Der Text "Das Rätsel der gegenseitigen zeremoniellen Gabe" aus dem Werk von Marcel Hénaff "Der Preis der Wahrheit. Gabe, Geld und Philosophie." behandelt das Thema der sog. zeremoniellen Gabe, deren Kennzeichen und die Unterschiede zu anderen Formen der Gabe.

Generell bezeichnet "Gabe" den Austausch einer Sache zwischen 2 Partnern, Geber und Empfänger, wobei der Empfänger in dafür belohnt. Als Ausdruck der Anerkennung.  "Die Atmosphäre der Gabe" bezeichnet dieUmstände der Gabenübergabe. Wenn die Gabe für den Empfänger "unbezahlbar" wird, da sie zu wertvoll ist, wie auf Religion bezogen, der Tod Christi für die Schuld der Menschen,aus reinerGnade, spricht manvon Opfergabe.

Man kann verschiedene Arten von "Gabe" unterscheiden: z.B. die symbolische Gabe, bei der die Gabe symbolisch als Anerkennung des Nächsten dient, oder die moralische Gabe, bei der sich z.B. Spender gezwungen fühlen, aus Mitleid für Menschen in Katastrophengebieten zu spenden.

Bei der zeremoniellen Gabe geht es um Anerkennung, man will Anerkennung und Ansehen bei dem Empfänger erreichen. Grundsätzlich sind Geber, Nehmer, Gaben, Umstände und Gesten bekannt bei der zeremoniellen Gabe, die in sozialen Normen der Gesellschaft festgesetzt ist und sich z.B. in Traditionen zeigt Man will um feierl. Anerkennung durch den Anderen sorgen und Auswirkungen in der Gesellschaft auslösen, d.h. z.B. soziale Beziehungen stärken. 

Bei der privaten Gabe liegt der Umfang der Gabe und der Zweck allein beim Geber, der in der Rolle der moralischen Gabe z.B. wenn er sich verpflichtet fühlt an eine Hilfsorganisation spendet. Er unterliegt keinem Druck aus der Gesellschaft oder sozialen Verpflichtungen, die in der Gesellschaftsordnung festgesetzt sind. Zu spenden ist allein seine Entscheidung. Zudem bleibt er anonym und den Bezugspartnern unbekannt. Für seine Tat erhofft er auch sich keine Belohnung aus der Gesellschaft, er bezieht die Spende allein auf sich. 

So ist feststellbar, dass die zeremonielle Gabe sich von Gabentausch, wirtschaftl. Handel unterscheidet und einen separaten Teil der Gesellschaft bildet. Früher war die zerem. Gabe v.a. Teil der trad. Gesellschaften, bzgl. der Traditionen ist sie aber auch in modernen Gesellschaften noch vorhanden. 

 

3.11.15 12:25

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